´´Personelle Kontrolle ist bereits seit langem ein sehr fruchtbares Forschungsgebiet der Psychologie. So stellte Burger in seinem Buch ´´´´Desire for control´´´´ fest, dass zahlreiche psychologische Konstrukte mit Kontrolle zusammenhängen, sowohl wahrgenommener als auch erwünschter: Besonders interessant ist hierbei die illusionäre Kontrollwahrnehmung, da sie jeglicher Rationalität entbehrt. Personen nehmen fälschlicherweise an, sie könnten ein unkontrollierbares Ereignis durch ihre eigenen Handlungen beeinflussen. Illusionäre Kontrollwahrnehmung ist ein Phänomen, das in vielen alltäglichen Situationen auftritt. Eine subjektive Wahrnehmung der Kontrollierbarkeit von Situationen, auch wenn diese reell nicht gegeben ist, geht häufig mit psychischem Wohlbefinden einher. Negative Implikationen finden sich hingegen vor allem im Glücksspielbereich, indem illusionäre Kontrollwahrnehmung zu exzessiverem Spielverhalten beiträgt. Um das Phänomen der illusionären Kontrollwahrnehmung für praktische Interventionen – wie beispielsweise der Therapie der Spielsucht – nutzen zu können, soll diese Untersuchung zum besseren Verständnis der Entstehungsmechanismen illusionärer Kontrollwahrnehmung und deren Korrelate beitragen.
Die vorliegende Studie basiert auf der Untersuchung ´´´´Some determinantes of perceived control´´´´. Auf diesem klassischen Experiment aufbauend soll der Einfluss der beiden unabhängigen Variablen Verursachung und Vorauswissen auf die erlebte illusionäre Kontrollwahrnehmung untersucht werden. Zusätzlich wird der Zusammenhang von illusionärer Kontrollwahrnehmung mit irrationalen Überzeugungen, mit Kontrollmotivation sowie mit Depression untersucht.´´
Preis: 33.00 EUR
Kontrolle – nur eine Illusion? Eine Untersuchung zu verfälschter Kontrollwahrnehmung kaufen bei ciando eBooks
Kategorie: Psychologie > Pädagogik > Gutachten > Tests > Studien
Artikelnummer: 9783836623018
Tags: Eine, Illusion, Kontrolle, Kontrollwahrnehmung, Untersuchung, verfälschter
Gewalt in den Medien wird heute im Gegensatz zu früheren Zeiten recht streng gesellschaftlich geächtet. In Rundfunk, Internet und Zeitung werde nur noch über negative und schreckliche Dinge berichtet, bemängeln Kritiker, es drohe eine „Verrohung der Kultur“. Schlimmste Folgen werden für die Leser dieser alltäglichen Grausamkeiten befürchtet. Dabei bestimmt dieser doch selbst über seinen Konsum.
Mit dem Thema der Faszination von Gewalt befasst sich die vorliegende Studie. Mit verschiedenen wissenschaftlichen Verfahren wie dem Eye-Tracking und Interviews nähert sich die Autorin einer möglichen Erklärung, wie und warum Gewalt in der Zeitung eine solche Beachtung erfährt. Das Layout spielt dabei eine wichtige Rolle. Dazu kommen die persönlichen Bedürfnisse: Von den Gewalt-Nachrichten versprechen die Leser sich sachliche Informationen, aber auch eine Befriedigung ihrer Neugier – Unterhaltung wird dabei eher selten gesucht. Gewalthaltige Artikel können Grenzen aufzeigen, sie können sogar lehrreich sein. Wenn ein Mord mit mehreren Toten vielleicht nicht unterhaltend ist, dann aber der Bericht über einen Trickbetrüger, der sich besonders dumm angestellt hat. Gleichzeitig kann der Text dazu dienen, sich Informationen über die Vorgehensweise von Gaunern dieser Art zu beschaffen. Auch liefern solche Informationen Stoff für Unterhaltungen mit anderen.
Insgesamt stießen die gewalthaltigen Artikel in der Untersuchung auf ein deutliches Interesse, wenn auch nicht so stark wie erwartet. Im Gegenzug ließen sich auch einige Leser finden, die gewalthaltige Texte vermeiden. Sie beurteilten sie sie einerseits als nicht relevant genug, zu alltäglich und profan, sich persönlich als abgestumpft und deshalb interesselos. Andere verurteilten die Gewalt in der Zeitung als zu brutal, zu plakativ und zu detailliert.
Die Beobachtungen der Untersuchung verdeutlichen, warum Gewalt in all ihren Formen so beliebt ist und in ihre Vermarktung viel Kreativität investiert wird. Das gibt es nicht erst seit der Neuzeit – deshalb ist der Unkenruf des Untergangs von Moral und Sittlichkeit durch Phänomene wie Reality-TV oder Boulevard-Journalismus wohl verfrüht. Eine Vorstellung gewaltfreier Medien ist allerdings eine Utopie, auch wenn das Informationsinteresse der Öffentlichkeit Grenzen hat.
Die Faszination an medialer Gewalt entspringt durchaus ´´gesunden´´ Bedürfnissen und ist nicht verwerflich. Natürlich muss der Journalist sich in der Pflicht sehen, nicht nur das zu veröffentlichen, was dem vermuteten Leserinteresse entspricht. Selbst wenn sich Autor und Leser so weit annähern, dass beide das Gleiche wollen, liegt es in der Macht des Mediensystems, die Entscheidung zwischen öffentlichem Interesse oder Voyeurismus, Information oder Unterhaltung zu diskutieren.
Preis: 43.00 EUR
Geil auf Gewalt? Eine Studie über den Reiz von Mord und Totschlag in der Zeitung kaufen bei ciando eBooks
Kategorie: Psychologie > Pädagogik > Gutachten > Tests > Studien
Artikelnummer: 9783836617222
Tags: über, Eine, Geil, Gewalt, Mord, Reiz, Studie, Totschlag, Zeitung
Menschenrechte und Menschenrechtsbildung haben als Gegenstand empirischer Forschung bisher kaum Eingang in die akademische Psychologie gefunden. Dass Menschenrechte aber durchaus ein erkennntnisreiches Forschungsfeld für Psychologen sind, zeigt das vorliegende Buch. Die Autoren haben auf dem Gebiet der empirischen Menschenrechtsforschung Pionierarbeit geleistet. Die Zusammenfassung der Befunde zieht eine erschütternde Bilanz der Menschenrechtsbildung in Deutschland: Das Wissen über Menschenrechte ist sehr begrenzt. In den Massenmedien werden die bürgerlichen Menschrechte zwar erwähnt, die wirtschaftlichen hingegen weitgehend ignoriert oder diskreditiert, und in Schulen und Schulbüchern spielen Menschenrechte bislang nur eine untergeordnete Rolle. Dieses Buch ist ein Plädoyer dafür, dass eine fundierte Menschenrechtsbildung realisierbar ist, wenn der politische Wille vorhanden ist, und richtet sich an alle, die sich für Menschenrechte und Menschrechtsbildung interessieren.
Preis: 34.95 EUR
Menschenrechte und Menschenrechtsbildung – Eine psychologische Bestandsaufnahme kaufen bei ciando eBooks
Kategorie: Psychologie > Pädagogik > Gutachten > Tests > Studien
Artikelnummer: 9783531918983
Tags: Bestandsaufnahme, Eine, Menschenrechte, Menschenrechtsbildung, Psychologische
´´Dem Fußballsport in Deutschland haftet bis heute in der Öffentlichkeit das Image an, ein ehemaliger ´´´´Proletariersport´´´´ gewesen zu sein. Selbst die wissenschaftlich orientierten Abhandlungen zur Kultur- und Sozialgeschichte des Fußballs betonen zumeist die tiefe proletarische Verwurzelung jenes Sports in der Arbeiterkultur noch mindestens in den 1950er Jahren, woraus dann der Schluss gezogen wird, dass die gegenwärtige, breite gesellschaftliche Akzeptanz und Relevanz des Fußballsports einzig durch die strukturelle Transformation des Fußballs zum Showsport und Kristallisationspunkt der modernen Unterhaltungsindustrie, wodurch sich jener Sport dem Wertehorizont und den ästhetischen Maßstäben höherer sozialer Schichten angenähert habe, erklärbar werde. Aber inwiefern war der Fußballsport in Deutschland tatsächlich ein sozial exklusives, proletarisches Freizeitvergnügen? Kann es nicht auch sein, dass die Charakterisierung des Fußballs als ´´´´Proletariersport´´´´ vielmehr aus der damaligen gesellschaftlichen Sozialstruktur resultiert, die nun mal von Arbeitern dominiert und durch proletarische Verhältnisse gekennzeichnet war, so dass die schichtungshierarchische Veränderung des Fußballpublikums wesentlich auf den sozialstrukturellen Wandel zurückzuführen ist, insofern der Fußballsport seit jeher auf einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz fußt?
Aufgrund der Möglichkeit die sich verändernden Rezipientenstrukturen der fußballinteressierten Leserschaft des Kicker-Sportmagazins seit 1954 zu analysieren, ist es erstmals möglich, einen empirisch fundierten Beitrag zur Frage nach der essentiellen Ursächlichkeit des als Entproletarisierung bezeichneten, schichtungshierarchischen Veränderungsprozesses des Fußballpublikums zu leisten.
Darüberhinaus versteht sich diese Untersuchung hinsichtlich der soziologischen Herangehensweise, den Fußballsport eingebettet in die gesellschaftlichen Veränderungen zu betrachten, als Antwort auf die bisher defizitäre und weitestgehend im gesellschaftsfernen Raum stattfindende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fußballspiel und seinen Fans sowie hinsichtlich der (Längsschnitt-)Analyse eines Medienpublikums als Beitrag zur bisher defizitären Publikumsforschung im sportmedialen Umfeld und zur rudimentären empirischen historischen Nutzungsforschung überhaupt.´´
Preis: 33.00 EUR
Fußballfans im sozialen Wandel. Der Fußball und seine Entproletarisierung – Eine empirische Analyse kaufen bei ciando eBooks
Kategorie: Psychologie > Pädagogik,Reise > Hobbys > Gutachten > Tests > Studien,Sport
Artikelnummer: 9783836626507
Tags: Analyse, Eine, empirische, Entproletarisierung, Fußball, Fußballfans, seine, sozialen, Wandel.